SPD-Frauenpolitikerinnen fordern doppelt so viele Frauenhäuser in Bayern

Veröffentlicht am 21.11.2018 in Landespolitik

Bundesweit 140.000 Fälle pro Jahr von Gewalt in der Partnerschaft angezeigt - In Bayern findet jede zweite Frau in Not keinen Platz in Frauenhäusern

Angesichts der aktuellen Bundeszahlen von 140.000 Fällen von Gewalt gegen Frauen pro Jahr fordern die beiden frauenpolitischen Sprecherinnen der BayernSPD-Landtagsfraktion, Dr. Simone Strohmayr und Ruth Müller mehr Unterstützung vom Freistaat. „Jede zweite Hilfe suchende Frau in Bayern wird derzeit von den Frauenhäusern wegen Platzmangel abgewiesen. Das ist nicht akzeptabel“, betont Strohmayr. „Die Frauen und ihre Kinder haben ein Anrecht auf die Unterstützung durch unseren Staat.“

Derzeit gibt es in Bayern lediglich 40 kommunale Frauenhäuser - das ist nicht einmal eines pro Landkreis. Müller verlangt endlich ein flächendeckendes Angebot: „Wir haben in Bayern 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte. Wir brauchen also eine Verdoppelung der Zahl der Frauenhäuser. Und die Kommunen dürfen bei der Finanzierung vom Freistaat nicht länger allein gelassen werden.“

Besonders wütend sind die beiden SPD-Abgeordneten, dass ein vom bayerischen Sozialministerium beauftragtes, detailliertes Gutachten der Universität Erlangen-Nürnberg seit über zwei Jahren vorliegt, die zuständige CSU-Ministerin Schreyer aber die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht umsetzt. „Es ist doch traurig, dass die Ministerin nach eigener Aussage nun erst einmal darüber philosophieren will, was Gewalt gegen Frauen überhaupt ist. Das soll sie einmal einer verprügelten Mutter erklären, die mit ihren Kindern von daheim geflohen ist und Hilfe braucht!“

Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) hatte am Dienstag mitgeteilt, dass im Schnitt jeden Tag ein Mann in Deutschland versucht, seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. In 147 tragischen Fällen ist das im vergangenen Jahr Realität geworden, wie aus Zahlen des Bundeskriminalamts hervorgeht. Dazu kommen tausende Fälle von Vergewaltigungen, Körperverletzungen, Stalking und sexueller Nötigung. Giffey will deshalb 35 Millionen Euro für ein Aktionsprogramm gegen Gewalt an Frauen zur Verfügung stellen.

 

Homepage SPD Unterbezirk WEN-NEW-TIR

Unsere Abgeordneten

Für Sie im Deutschen Bundestag
Uli Grötsch, MdB

Abgeordnetenbüro
Sedanstr. 13, 92637 Weiden i.d.Opf
Telefon: +49 961 33011
Telefax: +49 961 37397
E-Mail | Website


Für Sie im Bayerischen Landtag
Nicole Bäumler, MdL

Abgeordnetenbüro
Sedanstr. 13, 92637 Weiden i.d.Opf
Telefon: +49 961 33011
Telefax: +49 961 37397
E-Mail | Website


Für die Oberpfalz im Europäischen Parlament
Thomas Rudner, MdEP

Europabüro Oberpfalz
Richard-Wagner-Str. 4, 93055 Regensburg
Telefon: +49 941 297998-73
Telefax: +49 941 297998-75
E-Mail

BayernSPD News

von: Florian von Brunn | Fraktionschef Florian von Brunn und Sozialexpertin Doris Rauscher: Vorschläge von Merz und Dobrindt würden Bayern massiv schaden - Geld würde Krankenhäusern und der Pflege in …

von: BayernSPD Landtagsfraktion | Fraktionschef Florian von Brunn und Sozialexpertin Doris Rauscher: Vorschläge von Merz und Dobrindt würden Bayern massiv schaden - Geld würde Krankenhäusern und der Pflege in …

von: Florian von Brunn | Fraktion stellt sich gegen Unions-Kürzungspläne im Bund - Sparen an sozialen Leistungen ist ein Förderprogramm für die Extremisten …

Besucher:259229
Heute:25
Online:1